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20. Januar 2006

Petition gegen die Schwächung der Hausarztmedizin und den drohenden Hausärztemangel

 

Stellen Sie sich vor ...

  • ... Sie wollen zum Hausarzt – und keiner macht die Türe auf! An der Haustüre hängt ein kleiner Zettel: «Kein Nachfolger gefunden!» Oder: «Aus ökonomischen Gründen geschlossen ! Die Praxis kann nicht mehr kostendeckend geführt werden!»

  • ... Sie haben einen Unfall zu Hause oder Ihr Kind hat plötzlich hohes Fieber. Sie brauchen dringend einen Notfallarzt und rufen Ihren Hausarzt an – und keiner nimmt das Telefon ab! Auf dem Anrufbeantworter heisst es: «Der regionale Notfalldienst ist mangels Hausärzten eingestellt. Melden Sie sich beim nächstgelegenen Spital!»

 

Diese Szenarien sind keine weit hergeholten Fantasien mehr, sondern könnten schon bald Realität werden. Damit es nicht soweit kommt, rufen die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM) und das Kollegium für Hausarztmedizin (KHM) im Namen aller Hausärztinnen und Hausärzte der Schweiz zum Widerstand auf.

 

Wir bitten Sie, uns in diesem Kampf zu unterstützen, indem Sie die Petition (PDF-Format) unterschreiben, und am 1. April 2006 an die Kundgebung
nach Bern kommen!

Petition gegen die Schwächung der Hausarztmedizin

 

Weitere Unterschriftenbögen finden Sie in Ihrer Arztpraxis. Dort können Sie auch Ihre ausgefüllten Exemplare abgeben.

 

Wir wehren uns ... 

  • gegen eine weitere Schwächung der Hausarztmedizin und 

  • gegen den Abbau hausärztlicher Dienstleistungen

Es geht nicht an, dass ...

  • die Hausärztinnen und Hausärzte als die tragenden Säulen der medizinischen Grundversorgung der Schweizer Bevölkerung immer stärker geschröpft werden. 
    Aktuellstes Beispiel ist die vom Bundesrat Anfang November 2005 beschlossene Reduktion des Laboranalyse-Tarifes. Dieser Beschluss gefährdet nicht nur die Stellen von vielen Medizinischen Praxisassistentinnen, er ist auch ökonomisch und volkswirtschaftlich ein Unsinn. Leidtragende sind in jedem Fall Sie, unsere Patientinnen und Patienten.
  • ausgerechnet die Hausärzte den Kopf für weitere Sparschritte hinhalten müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass gerade sie die kostengünstigste Medizin betreiben.
  • in Zeiten vermehrter Spezialisierung in der Medizin ausgerechnet diejenigen Mediziner geschwächt werden, die als einzige den Gesamtüberblick (und damit auch die Kostenkontrolle) über den Krankheitsverlauf eines Patienten haben.

Mit Ihrer Unterschrift ... 

  • unterstützen Sie die Hausärztinnen und Hausärzte und 
  • setzen sich ein für den Erhalt Ihrer Hausarztpraxis,
  • für eine gute und bezahlbare ärztliche Grundversorgung,
  • für die weitere Existenz des kosteneffizienten und patientenfreundlichen Praxislabors und damit
    auch 
  • für die Sicherung der Arbeitsplätze und Lehrstellen der Medizinischen Praxisassistentinnen.

Vielen Dank!
Vereinigung der Aerztinnen und Aerzte beider Frenkentäler VAeF

Schweiz. Gesellschaft für Allgemeinmedizin SGAM

Kollegium für Hausarztmedizin KHM

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