Gesundheitsratgeber


16. Juli 2003

Wenn einer eine Reise tut ...

 
Schutzimpfungen

Erkundigen Sie sich rechtzeitig, d.h. 4–8 Wochen vor Reiseantritt, bei Ihrem Hausarzt über die für Ihr Ferienland empfehlenswerten Schutzimpfungen. Für gewisse Länder ist bereits vor der Abreise die Einnahme von Tabletten zur Malariavorbeugung notwendig.
Ihr Hausarzt wird Sie gut beraten und die meisten notwendigen Impfungen auch in seiner Praxis durchführen können.

Schutz vor Sonne, Mücken + Co.

Nehmen Sie auf jeden Fall ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen Schutzfaktor (10–20, je nach Empfindlichkeit Ihrer Haut) und eine Kopfbedeckung mit. Die Zeiten sind vorbei, als eine dunkel gebräunte Haut als Gipfel der Schönheit galt! Nach dem Sonnenbad sollte die trockene Haut mit einer leicht fettenden Crème behandelt werden. Denken Sie also auch daran, Ihre gewohnten Hautpflegemittel einzupacken! Nehmen Sie bei Reisen in warme Gegenden auch ein Mückenschutzmittel (sog. Repellents, z.B. Exopic 8®) mit, die Abende und Nächte sind doppelt so schön ohne störende Mückenjagden! Für Höhenaufenthalte empfehlen sich wärmende Kleider, um Ohren, Hände und Nase vor der Kälte zu schützen sowie eine gute Lippenpomade. Biker, Skifahrer oder Inline-Skater sollten ihre Schutzausrüstung (Helme usw.) nicht vergessen. Auch für Nicht-Sportler gehört eine gute Sonnenbrille zum Schutz der Augen ins Reisegepäck.

Persönliche Medikamente

Für Personen, die in einer ärztlich überwachten Behandlung stehen, ist vor Reiseantritt meist eine besondere Beratung empfehlenswert. Nehmen Sie einen genügend grossen Vorrat Ihrer persönlichen Medikamente möglichst in der Orginalpackung mit. Eine allfällige Ersatzbeschaffung wird dadurch erleichtert, sind doch auf der ganzen Welt fast alle Substanzen erhältlich, allerdings häufig unter einem anderem Markennamen. Denken Sie auch daran, nur selten benötigte Reservemittel wie Asthmapümpli, Nitroglyzerin-Präparate oder Migränemittel einzupacken.

Reiseapotheke

Ihre Reiseapotheke sollte folgendes enthalten, wobei je nach Reiseziel, Reisedauer, Reisestil und medizinscher Versorgung am Ferienort der Umfang angepasst werden kann. In allen Fällen sind die folgenden Medikamente und Hilfsmittel empfehlenswert.

  • Verbandmaterial: Heftpflaster, elastische Binden, Verbands-Klammern, evtl. Gazebinden und Kompressen.
    Desinfektionsmittel (z.B. Merfen®)

  • Instrumente: spitze Pinzette zum Entfernen von Stacheln und Fremdkörpern, Schere, Fieberthermometer in bruchsicherer Hülle

  • Fieber- und Schmerzmittel: z.B. Panadol® / Dafalgan® (Paracetamol) oder Aspirin® / Alcacyl® (Acetylsalicylsäure)

  • Mittel gegen Durchfall: z.B. Imodium lingual® (Loperamid)

  • Mittel gegen Erbrechen und Reisekrankheit: z.B. Motilium® (Domperidon)

  • Mittel gegen Erkältungserkrankungen: Hustenmittel, Nasentropfen oder -spray, Halsweh-Lutschtabletten

In speziellen Fällen kann Ihre Reiseapotheke nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt mit Mitteln gegen bakterielle Infektionskrankheiten (Antibiotika), gegen Malaria zur regelmässigen Einnahme z.B .für Reisen nach Süd- und Ostafrika oder als Reservemedikament z.B. für Reisen nach Ostasien, blutverdünnenden Mitteln bei langen Flugreisen oder Medikamente gegen die Höhenkrankheit bei Trekking in grossen Höhen ergänzt werden.

Im Weitern sollten Sie Folgendes beachten:

  • Medikamente sollten Sie wenn möglich in Tablettenform mitnehmen (nicht überall haben Sie Wasser in ausreichender Qualität zur Verfügung, um Brausetabletten auflösen zu können).
  • Die Medikamente sollten Sie vor Wärme und Feuchtigkeit schützen.
  • Nehmen Sie wichtige Medikamente immer im Handgepäck mit, schon mancher Koffer kam erst nach der Heimreise wieder zum Vorschein!

Wir wünschen Ihnen eine schöne Reise !

 

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