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Was sind Masern?
Bei den Masern handelt es
sich um eine sehr ansteckende und weltweit verbreitete akute
Infektionserkrankung. Charakterstisch sind die typischen Hautausschläge.
Der Verursacher ist das
Masern-Virus (Morbili-Virus). Es wird durch Tröpfcheninfektion (Husten,
Niesen, Sprechen) von Mensch zu Mensch übertragen. Eintrittspforten für
das Virus sind die Schleimhäute der Atemwege und die Bindehaut des
Auges. Eine durchgemachte
Masern-Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.
Entgegen der
weitverbreiteten Meinung sind die Masern keine harmlose Kinderkrankheit.
Erwachsene können ebenso oder sogar stärker davon betroffen werden!
Etwa jedes 10. Kind bekommt im Lauf der Masern eine Mittelohrentzündung.
Weitere relativ häufige Komplikationen sind eine Lungenentzündung oder
eine Entzündung der oberen Atemwege („Masernkrupp“), die zu gefährlicher
Atemnot und Erstickungsgefahr führen kann. In ganz seltenen Fällen kann
es sogar zu einer Hirnhautentzündung kommen, welche bei 20-25%
der Betroffenen zum Tod, bei weiteren 20% zu bleibenden Behinderungen
führen kann.
Ansteckung und Beschwerden
Bereits während der
Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der
Krankheit ) - sie beträgt etwa zehn bis zwölf Tage- besteht eine
Ansteckungsgefahr. Man unterscheidet zwei Stadien der Erkrankung, welche
sich in folgenden Beschwerden äussert:
1. Beschwerden im Vorläuferstadium (Prodromalstadium):
-
Untypische Beschwerden im
Nasen-Rachen-Raum (Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit, trockener
Husten).
- Bindehautentzündung (Gerötete, tränende
Augen, Lichtempfindlichkeit)
- Auf der Mundschleimhaut bilden sich kleine weisse Flecken
(sogenannte Koplik-Flecken).
2. Beschwerden im
sekundären Stadium
(Exanthemstadium):
- Charakteristischer roter, zu Beginn punktförmiger, später
fleckiger Hautausschlag. Er beginnt hinter den Ohren und am Hals
und breitet sich allmählich über den ganzen Körper bis zu den Füssen
aus. Der Ausschlag dauert etwa fünf Tage, danach wird die Haut
schuppig.
- Fieberschübe bis 41 Grad
- Lymphknotenschwellung am Hals, begleitet von Halsschmerzen.

Behandlung
Gegen das Masernvirus gibt es
keine Medikamente, es können lediglich die Beschwerden behandelt werden. Die
Erkrankten sollten wenn möglich von andern Personen ferngehalten werden
(vor allem während der Zeit der Ansteckung).
Weitere Massnahmen, wie
absolute Bettruhe, Abdunkeln des Raums bei Bindehautentzündung, bei
Fieber viel Trinken, fiebersenkende Hausmittel (Wickel etc.),
Hustensäfte und -tees, können Linderung bringen.
Impfung
Der beste Schutz vor Masern bietet die Masernimpfung. Das Bundesamt für
Gesundheit empfiehlt, alle Kinder gegen Masern,Mumps und Röteln zu
impfen. Der offizielle Impfplan sieht vor, dass die 1. Masernimpfung im
Alter von 12 Monaten erfolgt, die 2.mit 15-24 Monaten.
Eine fehlende Impfung kann in
jedem Alter nachgeholt werden. Erwachsenen, die nie gegen Masern geimpft
wurden oder die nie Masern durchgemacht haben, wird die Impfung
empfohlen. Besonders wichtig ist die Impfung für Medizinalpersonal,
Frauen im gebärfähigen Alter und Personen, die regelmässig mit Kindern arbeiten.
Für weitere Fragen oder
Ratschläge steht Ihnen Ihr Hausarzt/-ärztin gerne zur Verfügung.
Infobroschüre
zur Masernimpfung des Bundesamtes für Gesundheit
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