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Gesundheitsratgeber |
| 01. Februar 2006 | |
Manuelle Medizin
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Was ist Manuelle Medizin? In der Manuellen Medizin (lateinisch: manuell = mit der Hand) sind die Hände das wichtigste und einzige Untersuchungs- und Behandlungsinstrument. Mit einer sorgfältigen manuellen Untersuchung von Muskeln, Sehnen und Gelenken werden Verspannungen, Blockaden und andere Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Gelenke gesucht.
Neben Untersuchung und Behandlung ist die anschliessende Trainingstherapie mit Heimübungen unverzichtbarer Bestandteil der Manuellen Medizin. Hier übernimmt der/die Patient/in selbst Verantwortung für Ihre vollständige Heilung und das langfristiges Gesundbleiben.
Wem hilft Manuelle Medizin? Die Manuelle Medizin wirkt bei akuten (z. B. dem gefürchteten „Hexenschuss“) und chronischen Rücken-, Gelenks- und Muskelbeschwerden. Ungeeignet ist manuelle Medizin in der Behandlung von z.B. Entzündungen, Abnutzungserscheinungen, Nervenverletzungen sowie bei bestimmten Begleiterkrankungen wie z.B. Osteoporose, rheumatische Polyarthritis oder Bindegewebserkrankungen.
Wie wirkt Manuelle Medizin? Die Manuelle Medizin beruht auf dem medizinischen Wissen über das Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und Nerven, welche alle Bewegungen steuern. Häufig sind die einzelnen Bestandteile selbst nicht geschädigt, jedoch ist ihr Zusammenspiel gestört. Dadurch werden Schmerzen und Funktionseinschränkungen verursacht. Das Ziel der Therapie ist eine Beseitigung dieser Funktionseinschränkungen. Dazu werden spezielle therapeutische Handgriffe angewendet:
- - Es ist entscheidend, den Körper richtig zu lagern und seine natürlichen Bewegungsgrenzen genau einzuhalten - - Mit gezielten Bewegungen wird versucht, das gestörte Zusammenspiel zu korrigieren - - Muskeldehntechniken sind wichtiger Bestandteil der Therapie
Alle Techniken zielen darauf, die eingeschränkte Beweglichkeit des Organismus wieder herzustellen. Dabei wird kaum Kraft und keinerlei Gewalt angewendet. Aufwändige apparative Untersuchungen werden dadurch häufig überflüssig, es müssen weniger oder keine Medikamente eingenommen werden.
Wer übt die Manuelle Medizin aus? In der Schweiz dürfen nur Ärzte die Manuelle Medizin betreiben. Sie absolvieren nach Abschluss ihrer Facharztausbildung eine berufsbegleitende zweijährige, FMH-anerkannte fachübergreifende Zusatzausbildung mit einer Zwischen- und Abschlussprüfung. Die Schweizerische Ärztegesellschaft für Manuelle Medizin (SAMM) sorgt durch ständige Fortbildung dafür, dass die so von ihr ausgebildeten Ärzte immer auf dem neusten Stand dieses medizinischen Kunsthandwerks bleiben und ihre Technik ständig verbessern können.
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Beitrag von Dr. med. Martin Strub, Hausarzt, Oberdorf |