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01. April 2006

Erfolgreiche Demonstration gegen die Schwächung der Hausarztmedizin in Bern

 

Gegen 10'000 ÄrztInnen und Praxisassistentinnen haben auf dem Berner Bundesplatz für bessere Arbeitsbedingungen und gegen den drohenden Aerztemangel demonstriert. In weissen Arztkitteln machten sie vor dem Bundeshaus ihrem Ärger über die Politik Luft und forderten mehr Respekt für die medizinische Grundversorgung. Der Aufmarsch übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei weitem. 

 

"pro specie rara" 

Die erste nationale Kundgebung der Ärzte überhaupt stand unter dem Motto «pro specie rara» und wollte Politik und Öffentlichkeit auf den drohenden Ärztemangel aufmerksam machen. Mitten auf dem Bundesplatz hatten die Organisatoren einen Käfig aufgestellt, in dem sich die demonstrierenden Ärzte dann als Teil einer vom Aussterben bedrohte Art präsentierten.

 

Bundesrat Couchepin im Fadenkreuz 

Die Kritik der medizinischen Grundversorger richtete sich auch gegen Gesundheitsminister Pascal Couchepin: «Herr Couchepin, stellen Sie sich vor, Sie sind krank und keiner geht hin», war auf einem der Transparente zu lesen.

Konkret fordern die Hausärzte bessere Arbeitsbedingungen, mehr politische Mitsprache und eine gezieltere Nachwuchsförderung.

Wegen Arbeitswochen von bis zu 80 Stunden, Notfalldiensten und ungerechten Behandlungstarifen seien immer weniger Medizinstudenten bereit, Hausarzt zu werden. Zudem fühlen sich die Hausärzte auch durch das Tarifsystem Tarmed benachteiligt, da Leistungen der Grundversorgung tiefer abgegolten werden, als jene der Spezialisten. Weiter werden dadurch auch die Arbeitsplätze der Medizinischen Praxisassistentinnen akut gefährdet.

 

Übergabe der Petition mit 300'000 Unterschriften 

Zum Ende der Kundgebung trugen die Ärzte eine Petition mit ihren Forderungen auf Bahren ins Bundeshaus. Mehr als 300'000 Patientinnen und Patienten haben die Forderungen unterschrieben und sich damit ebenfalls mit den Ärzten solidarisch gezeigt.

 

 

Herzlichen Dank!

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen  Patientinnen und Patienten bedanken, welche die Petition gegen die Schwächung der Hausarztmedinzin unterschrieben, und damit ein kraftvolles Signal an die Adresse der Politiker gesendet haben!

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