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Diabetes mellitus (kurz:
Diabetes) ist eine chronische Stoffwechselkrankheit. Ein überhöhter
Blutzuckerspiegel stellt ihr Hauptmerkmal dar. Ursache der Erkrankung
ist meist ein Mangel am Hormon Insulin und/oder eine verminderte
Fähigkeit des Körpers, auf dieses Hormon zu reagieren. Insulin hat die
Aufgabe, den im Blut befindlichen Zucker- oder Glukose-Molekülen den Weg
in die Körperzellen zu öffnen. Glukose ist die Haupt-Energiequelle der
meisten menschlichen Organe.
In früheren Jahrhunderten
erkannten die Ärzte die Krankheit am süssen Urin-Geschmack. Fiel der
Geschmackstest positiv aus und war der Harnfluss darüber hinaus erhöht,
sprachen die Heilkundigen des Mittelalters vom "Diabetes mellitus", was
so viel wie "honigsüsser Durchfluss" bedeutet. Nach wie vor zählt die
Zuckerausscheidung über den Urin zu den charakteristischsten Symptomen
der Erkrankung.
Symptome und Diagnose: Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Zuckerkrankheit ist, dass sie oft lange
unentdeckt bleibt, da die Beschwerden zunächst nicht offensichtlich sind. Dabei
ist die Früherkennung besonders wichtig für eine erfolgreiche Behandlung. Ein erster Hinweis auf Diabetes können folgende
Anzeichen sein:
-
Uebermässiger Durst
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Chronische Müdigkeit,
Abgeschlagenheit
-
Häufiges Wasserlassen
-
Unerklärliche
Gewichtsabnahme (Typ 1)
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Gefühlsstörungen,
Kribbeln in Armen oder Beinen, Juckreiz
-
Sehstörungen,
verschwommenes Sehen
Wenn Sie regelmässig an
einem dieser Symptome leiden, sollten Sie Ihren Blutzucker messen
lassen.
Formen und Behandlung: Je nach Ursache wird die Krankheit in verschiedene Typen
eingeteilt:Diabetes Typ 1:
Diese Form von Diabetes wurde früher auch als juveniler Diabetes bezeichnet.
Denn der Typ-1-Diabetes tritt in der Regel bei Kindern und jungen Erwachsenen
auf. Er entsteht durch eine Zerstörung der Insulin-produzierenden Inselzellen der
Bauchspeicheldrüse. Dadurch kommt es zu einem Insulinmangel. Man geht davon aus, dass
es sich bei dieser Form des Diabetes um eine Autoimmunkrankheit handelt, die
durch bestimmte Erbfaktoren und Viruserkrankungen begünstigt wird. Die
Behandlung erfolgt durch Zuführen von Insulin.
Diabetes Typ 2:
Von dieser Form des Diabetes sind rund 95 Prozent aller Diabetiker betroffen.
Der Diabetes Typ 2 wurde früher auch als «nicht insulinabhängiger Diabetes» oder
«Altersdiabetes» bezeichnet. Die Ursache wird zum einen in einer erblichen Veranlagung, zum anderen
bei Übergewicht und Bewegungsmangel gesehen. Dabei nimmt die Wirksamkeit von
Insulin stetig ab, bis es zur Insulinresistenz kommt. Heute findet sich diese
Form des Diabetes zunehmend bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen.
Die Basis der Behandlung des Typ-2-Diabetes sind eine
Ernährungsumstellung, eine Gewichtsnormalisierung und regelmässige körperliche
Bewegung. Erst wenn diese Massnahmen nicht helfen, werden Medikamente und später
auch Insulin eingesetzt.
Schwangerschaftsdiabetes:
Bei 5 bis 10 Prozent der Schwangeren tritt der so genannte Gestationsdiabetes
auf. Wird dieser rechtzeitig erkannt, können Komplikationen weitgehend vermieden
werden. Der Gestationsdiabetes ist eine vorübergehende Zuckertoleranzstörung,
die nach der Schwangerschaft meist wieder verschwindet. Lediglich 9 Prozent der
Frauen, die während einer Schwangerschaft an dieser Form des Diabetes leiden,
entwickeln in den folgenden Jahren einen Typ-2-Diabetes. Bringt eine Ernährungsumstellung keinen ausreichenden Erfolg,
wird der Schwangerschaftsdiabetes mit Insulin behandelt.
Eine lebenslange, sorgfältige Blutzuckereinstellung ist entscheidend, um
Spätschäden zu verhindern, die im Wesentlichen durch Veränderungen der
Blutgefässe hervorgerufen werden. Zu solchen Spätschäden gehören Herzinfarkt,
Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und Füsse, Veränderungen der
Netzhaut, die zum Erblinden führen können, Störungen der Nierenfunktion bis hin
zum Nierenversagen und Erektionsstörungen. Durch Zucker-Schäden an den Nerven
können ein Taubheitsgefühl und Gefühlsstörungen auftreten.
Diabetes ist zwar nicht heilbar in dem Sinne, dass die Erkrankung vollkommen
verschwindet, mit guter Blutzuckerkontrolle und bewusster selbstverantwortlicher
Lebensführung kann jedoch ein praktisch beschwerdefreies und normales Leben geführt werden.
Vorbeugung:
In der Schweiz sind rund 5 Prozent der Bevölkerung an Diabetes erkrankt,
leider mit zunehmender Tendenz! Weitaus die
Mehrheit der Erkrankten hat Diabetes Typ 2, die vielfach durch falsche Ernährung
und mangelnde Bewegung verursacht wird:
-
Übergewicht und/oder ungesunde
Ernährung
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass zu hoher Zuckerkonsum
zu Diabetes führt, ist vor allem die übermässige Fettzufuhr die
Ursache. Im Durchschnitt konsumiert der/die SchweizerIn doppelt
soviel Fett wie empfohlen wird. Es ist deshalb sehr wichtig, in
erster Linie den Fettkonsum zu reduzieren. Dabei wird heutzutage
keine Diät vorgeschrieben, sondern eine gesunde, ausgewogene
Ernährung.
Hier helfen die nützlichen Tipps und Hinweise der Stiftung Ernährung
Diabetes Bern:
www.diabetes-ernaehrung.ch
- Mangelnde Bewegung
Die körperliche Bewegung - sowohl in der Vorbeugung wie auch in der
Behandlung spielt eine wichtige Rolle. Schon eine kleine
Zeitinvestition von 20 Minuten täglich (z.B. zügiges Gehen - es ist
absolut kein Spitzensport nötig) führt zu einer deutlichen
Verbesserung.
Hier finden Sie Informationen darüber, wie Sie durch
einen aktiven Lebensstil Diabetes vorbeugen können
www.actiond.ch
Ebenso finden Sie auf der
Website der Schweiz. Diabetes-Gesellschaft
www.diabetesgesellschaft.ch
vielfältige Informationen zum Thema.
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