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Was ist Asthma?
Es ist eine Krankheit der Bronchien (Äste der Luftröhre),
die verengt sind, sodass die Ein- und Ausatmung erschwert ist. Mehrere Faktoren
können diese Verengung verursachen:
- Muskelfasern, die rings
um die Bronchien verlaufen, ziehen sich zusammen
(Bronchialverkrampfung).
- Die Schleimhaut der
Bronchien ist entzündet und schwillt an.
- Im Innern der Bronchien
bildet sich vermehrt zäher Schleim.
Symptome: Atemnot-Anfälle, Enge-Gefühl auf der Brust und Husten sind die
häufigsten Symptome. Manchmal tritt Pfeifen beim Atmen auf.
Ursachen: Vor allem
Kinder mit Asthma haben eine Allergie gegen Substanzen in der
Umgebungsluft. Bei ca. der Hälfte der Erwachsenen ist dies ebenso der
Fall. Bei der anderen Hälfte äussert sich das Asthma genau gleich, es
liegt aber keine Allergie vor; die Ursache des Asthmas ist bei diesen
Personen letztlich unklar.
Auslöser von
Asthma-Anfällen: Verschiedene Reize können bei den überempfindlichen
Bronchien der Asthma-Patienten zu einer Bronchialverkrampfung führen:
kalte, trockene Luft, körperliche Anstrengung, Zigarettenrauch (auch
Passivrauchen), Ozon, Stress und Infektionen der Atemwege (Erkältungen,
Grippe). Typische Allergene, die zu einer Bronchialverkrampfung führen
sind z.B. Katzen, Hausstaub und Heu.
Verbreitung: Asthma
ist häufig: fast 10% aller Kinder und etwa 7% der Erwachsenen leiden
darunter. In den letzten 50-100 Jahren ist eine Zunahme zu beobachten.
Die Gründe dafür sind unbekannt. Wahrscheinlich spielen Umweltfaktoren
und die Lebensweise eine Rolle. Zusammen mit der Veranlagung für Asthma,
die vererbbar ist.
Behandlung: Das Ziel
jeder Asthma-Therapie ist, dass trotz Krankheit ein normales Leben
(inkl. Sport) möglich ist. In der Regel wird dies auch erreicht. Die
Behandlung basiert auf 3 Säulen:
-
Vermeiden von
Allergen-Inhalation
-
Behandlung der
Bronchialentzündung
-
Behandlung der
Bronchialverkrampfung
Allergene vermeiden heisst
konkret, Verzicht auf Tiere, auf die man allergisch ist oder ein
Matratzenüberzug bei Hausstauballergie.
Die Behandlung der
Bronchialentzündung geschieht durch inhalierbare Kortison-Präparate.
Über den Inhalationsweg können die Bronchien direkt erreicht werden und
es sind nur kleine Kortison-Dosen nötig. Bei korrekter
Inhalationstechnik und richtiger Dosierung sind keine Nebenwirkungen zu
erwarten.
Zur Behandlung der
Bronchialverkrampfung stehen gute, ebenfalls inhalierbare Medikamente
zur Verfügung, welche die Bronchien rasch erweitern und im akuten Anfall
die Atemnot lindern. Es gibt heute auch langwirksame Präparate, die nur
zweimal am Tag inhaliert werden müssen, damit die Bronchien rund um die
Uhr erweitert bleiben.
Schlussbemerkung:
Zusammen mit einer regelmässigen ärztlichen Überwachung helfen diese
Therapien, die oben genannten Behandlungs-Ziele in der Regel zu
erreichen. Asthma wurde damit zu einer zwar chronischen Krankheit, die
aber gut kontrollierbar ist und meistens auch eine günstige Prognose
hat. |